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Posts from the ‘Gedichte’ Category

Online, offline

Juni 7th, 2015

LN

Online, offline.

Meine Seele,                                                                                                                                                                                              die Nachtschwärmerin.

Diagnose meines Smartphones:                                                                                                                                                            permanente Reizüberflutung.

Nachgelesen unter: wikipedia.de

 

Die Vernetzten stehen                                                                                                                                                                        kabellos beisammen,                                                                                                                                                                                gemeinsam getrennt.

Stets erwartet Jemand                                                                                                                                                                              eine Antwort                                                                                                                                                                                                 von dir.

Jugendheim

Juni 7th, 2015

LN

Ikonen,

ausgestanzt an der Wand hängend.

Träume,

von verblassten Sammelbildern kopiert.

Dein Haupt nass vom Regen,

doch sie lächeln herab,

als sei jeder Morgen

Beginn einer neuen Existenz.

Jugend

Februar 25th, 2015

LN

Paradies der Kindheit schlummert im Garten der Jugend,

Schleier des Vergessens verbirgt Wunden der Zeit,

steinernes Bildnis einer Statue der Tugend,

Vernunft überschattet des Heranwachsens Leid.

 

Schlaff hängen die Flügel am Körper herunter,

noch wird kein Gebrauch von ihnen gemacht,

denn der Vogel ward noch nicht munter,

noch ruht der Aufbruch in zukünftiger Nacht.

 

Ach, könnte ich bloß ein wenig verweilen,

die Sorgen abschütteln wie einst zuvor,

um nicht zu schnell von dannen zu eilen,

fort durch das mächtige Freiheitstor.

 

Den Garten verlassen und heimwärts wieder,

die Ungewissheit besiegen und zurückkommen bald,

Erinnerung im Herzen ein trostloser Krieger,

kein Zaun, keine Schranke, gebietet mir Halt.

 

Passendes Zitat: „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Das Wiedersehen

August 24th, 2014

LN

Wir trinken nicht auf die Zukunft,
wir stoßen an auf die Vergangenheit,
die Nostalgie der alten Tage
erweckt Erinnerungen längst vergangener Zeit.

Doch die Geschichten sind weiterhin lebendig,
bestehen beständig in uns fort,
noch retten wir sie ins Jetzt hinüber
an diesen neuen, fremden Ort.

Der Mond wacht schweigend vor dem Fenster,
sein Licht wirft Schatten an die Wand
und wir durchschreiten wie Gespenster‘
das einstige Früher bis an Rand.

Im Schein der Kerzen beleuchten wir das Damals,
in wenigen Stunden passieren wir die Vergangenheit,
der Flügel der Nacht wird sich spät heben,
doch bis nachhause ist der Weg zu weit.

Vergänglichkeit

Juli 9th, 2014

LN

Unsere Schatten lang,
unsere Wege kurz
wir erstarren im Moment
und ersticken im Nichts.

Unsere Worte leer,
die Straße lebt,
wir verharren in der Sekunde
während alles sich bewegt.

Unsere Füße aus Blei,
unsere Zungen tot,
essen der Hektik Brot
und hassen die Vergänglichkeit.

Unser Leben besteht aus fortwährender  Bewegung. Lediglich Momentaufnahmen bleiben bestehen, verbleiben als Erinnerungen wie Falten alternder Haut in unserem Gedächtnis. Abzeichen all jener Momente, die unser Wesen geprägt haben. Schwarzweißbilder, die mit dem Vergehen der Zeit verblassen.